Tiere philosophieren nach heutigem Wissen nicht im menschlichen Sinn, und eine Theologie haben sie sehr wahrscheinlich nicht; sie können aber erstaunlich komplex denken, planen, trauern, täu...
Welche Wahl stellt John Stuart Mill an den Anfang seiner Philosophie?
Antwort vom**John Stuart Mill stellt an den Anfang seiner Philosophie die Wahl für die Freiheit des Individuums gegen gesellschaftlichen und staatlichen Zwang.** Der Kern ist: Ein Mensch soll selbst über sein Leben entscheiden dürfen, solange er anderen nicht schadet. Das ist vor allem mit Mills Schadensprinzip verbunden, das er in *On Liberty* ausarbeitet: Nicht Moral, Tradition oder Mehrheitsmeinung rechtfertigen Eingriffe, sondern nur die Verhinderung von Schaden an anderen. Genau darin liegt die praktische Hauptaussage seiner Philosophie. ## Was diese „Wahl“ konkret bedeutet Mill entscheidet sich nicht einfach abstrakt für „Freiheit“, sondern für ein bestimmtes Menschenbild: - der Mensch soll eigene Lebensformen erproben dürfen - Individualität ist kein Problem, sondern ein Wert - Fortschritt entsteht durch freie Diskussion und unterschiedliche Lebensentwürfe - Bevormundung ist nur in engen Ausnahmefällen legitim Damit grenzt er sich klar von Positionen ab, die Ordnung, Sitte oder Autorität über die Selbstbestimmung des Einzelnen stellen. ## Wichtiger Unterschied Falls mit „Wahl“ eine Grundentscheidung seiner gesamten Philosophie gemeint ist, dann lautet sie nicht bloß „Egoismus oder Gemeinwohl“. Mill versucht beides zu verbinden: - **im Liberalismus**: Freiheit des Einzelnen - **im Utilitarismus**: größtmögliches Glück aller Der entscheidende Punkt ist: Für Mill ist individuelle Freiheit kein Gegensatz zum guten Zusammenleben, sondern eine Voraussetzung dafür. ## Kurz gesagt **Am Anfang von Mills Philosophie steht die klare Entscheidung für individuelle Freiheit, begrenzt nur durch den Schaden, den man anderen zufügen würde.**
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