Wo steht der Satz: Homer lehrt, dass es gut sei, den Freunden zu nützen und den Feinden zu schaden. Sokrates dagegen sagte: Man muss ...?

Antwort

Der Satz „Homer lehrt, dass es gut (= schön) sei, den Freunden zu nützen und den Feinden zu schaden. Sokrates dagegen sagte: Man muss (= es ist nötig ...)“ bezieht sich auf eine berühmte Stelle aus Platons Dialog „Politeia“ (Der Staat), Buch 1. Dort diskutiert Sokrates mit Polemarchos über die Definition von Gerechtigkeit. Polemarchos zitiert dabei Simonides und bezieht sich auf die homerische Tradition, nach der es gerecht sei, „Freunden zu nützen und Feinden zu schaden“. Sokrates widerspricht und argumentiert, dass es niemals gerecht sei, jemandem zu schaden. Die entsprechende Textstelle findest du in Platons „Politeia“, Buch 1, etwa 332b–335e. Hier ein Auszug (in sinngemäßer Übersetzung): > Polemarchos: „Gerechtigkeit ist, jedem das ihm Gebührende zu geben, und zwar dem Freund das Gute, dem Feind das Schlechte.“ > > Sokrates: „Ist es also gerecht, den Feinden zu schaden?“ > > Polemarchos: „So scheint es.“ > > Sokrates: „Mir aber scheint es nicht. Denn es ist niemals gerecht, jemandem zu schaden.“ Die Idee, dass Homer dies lehrt, wird von Sokrates im Dialog kritisch hinterfragt. Die genaue Formulierung, wie in deiner Frage, ist eine Zusammenfassung der Argumente in diesem Abschnitt. Weitere Informationen findest du im Originaltext von Platons „Politeia“: [Politeia (Projekt Gutenberg)](https://www.projekt-gutenberg.org/platon/politeia/politeia.html) [Englische Übersetzung (Perseus)](http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0168%3Abook%3D1%3Asection%3D332a)

KI fragen

Verwandte Fragen

Welcher philosophischen Schule gehörte Sokrates an?

Sokrates selbst gehörte keiner bestimmten philosophischen Schule an. Er gilt vielmehr als Begründer der sokratischen Methode und als eine der zentralen Figuren der klassischen griechischen P... [mehr]