Welche Spuren der Eiszeit sieht man bei einer Naturführung?

Antwort

Bei einer Naturführung können verschiedene Spuren der Eiszeit sichtbar sein, darunter: 1. **Moränen**: Diese sind Ablagerungen von Gestein und Schutt, die von Gletschern transportiert und abgelagert wurden. Sie können als Hügel oder Wälle in der Landschaft erscheinen. 2. **Findlinge**: Große Felsbrocken, die von Gletschern über weite Strecken transportiert wurden und nach dem Abschmelzen des Eises zurückblieben. 3. **Gletscherschliffe**: Felsoberflächen, die durch die Bewegung von Gletschern glatt geschliffen wurden. Oft sind auch Kratzspuren sichtbar, die durch mitgeführte Gesteinstrümmer entstanden sind. 4. **Drumlins**: Langgestreckte, stromlinienförmige Hügel, die aus Gesteinsmaterial bestehen und durch die Bewegung von Gletschern geformt wurden. 5. **Kames und Kame-Terrassen**: Hügel oder Terrassen aus Sand und Kies, die durch Schmelzwasserströme am Rand von Gletschern abgelagert wurden. 6. **Esker**: Lange, schmale Rücken aus Sand und Kies, die durch Schmelzwasserflüsse unter dem Gletscher abgelagert wurden. 7. **Toteislöcher**: Vertiefungen oder kleine Seen, die durch das Abschmelzen von isolierten Eisblöcken entstanden sind, die im Sediment eingebettet waren. Diese geologischen Formationen bieten faszinierende Einblicke in die Geschichte der Eiszeit und die Kräfte, die die Landschaft geformt haben.

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