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Was ist über das Volkslied „Ade zur guten Nacht“ bekannt?
Antwort vom**„Ade zur guten Nacht“ ist kein harmloses Schlaflied, sondern ursprünglich ein Abschiedslied für ein mögliches Wiedersehen – oder sogar für einen Abschied auf immer. Gerade das wird heute oft missverstanden.** ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht)) Das Lied ist seit dem 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum verbreitet. Text und Melodie gelten als anonym überliefert; die regionale Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Genannt werden je nach Quelle vor allem Sachsen, Thüringen, Franken und teils die Rheinpfalz. Der früheste bekannte Druck erschien 1843 in Gottfried Wilhelm Finks *Musikalischem Hausschatz der Deutschen*. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht)) ## Was das Lied eigentlich ausdrückt Der entscheidende Punkt ist die Redewendung „Ade zur guten Nacht“. Heute klingt das wie ein normaler Abendgruß. Historisch meinte „Ade“ aber oft einen ernsten Abschied. Deshalb ist das Lied in seinem Kern kein gemütliches Einschlaflied, sondern ein Lied über Trennung, Sehnsucht und die Hoffnung auf Rückkehr. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht)) Genau darin liegt der Unterschied zu typischen Abendliedern wie „Kein schöner Land“: Dort steht das friedliche Beisammensein im Vordergrund, hier der schmerzliche Abschied. Dass „Ade zur guten Nacht“ später oft als Abendlied eingeordnet wurde, hängt vor allem damit zusammen, dass die ältere Bedeutung von „Ade“ im 20. Jahrhundert weitgehend verloren ging. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht)) ## Warum das Lied so bekannt wurde Das Lied wurde in sehr viele Liederbücher aufgenommen und dadurch über Generationen weitergetragen – in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es tauchte in bürgerlichen Sammlungen, Jugend- und Wanderliederbüchern sowie Chorsätzen immer wieder auf. Gerade diese breite Nutzung erklärt, warum es heute als „klassisches deutsches Volkslied“ wahrgenommen wird, obwohl sein genauer Ursprung unscharf bleibt. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht)) Ein interessanter Zusatz: Es gibt Fassungen und Bearbeitungen, in denen eine Strophe von Eduard Mörike ergänzt wurde. Das zeigt, dass das Lied nicht starr war, sondern literarisch und musikalisch weiterbearbeitet wurde – typisch für viele Volkslieder, die zwischen mündlicher Überlieferung und gedruckter Kultur stehen. ([volksliedsammlung.de](https://www.volksliedsammlung.de/ade-zur-guten-nacht/)) ## Woran man den Text erkennt Die bekannteste Anfangszeile lautet: > Ade zur guten Nacht, > jetzt wird der Schluss gemacht … Schon diese ersten Worte machen klar: Es geht nicht um Schlaf, sondern um das Auseinandergehen. Die später folgende Zeile mit Klee im Sommer und Schnee im Winter setzt einen Gegenpol: Der Abschied ist schmerzhaft, aber nicht endgültig hoffnungslos. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht)) ## Einordnung in einem Satz Wenn man das Lied richtig versteht, ist „Ade zur guten Nacht“ weniger ein Gute-Nacht-Lied als ein emotional verdichtetes Abschiedslied mit Volksliedcharakter – schlicht in der Form, aber deutlich ernster im Inhalt, als der Titel vermuten lässt. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ade_zur_guten_Nacht))
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