Labradorit zeigt im Polarisationsmikroskop (Polarisationsmikroskopie) in Dunkelstellung (Kreuzstellung der Polarisatoren) typischerweise **Interferenzfarben** zweiter bis dritter Ordnung, abhängi... [mehr]
Labradorit ist ein Feldspat-Mineral und gehört zur Gruppe der Plagioklase. Im Polarisationsmikroskop (Polarisationsmikroskopie, oft synonym mit „Polariskop“ verwendet) zeigt Labradorit folgende charakteristische Eigenschaften: **1. Doppelbrechung:** Labradorit ist ein anisotropes Mineral, das heißt, es ist doppelbrechend. Im Polariskop erscheint er zwischen gekreuzten Polarisatoren nicht komplett dunkel, sondern zeigt Interferenzfarben, die typisch für Plagioklase sind (meistens Grautöne bis erste Ordnung Gelb). **2. Zwillingslamellen:** Sehr charakteristisch für Labradorit (und andere Plagioklase) sind die sogenannten polysynthetischen Zwillingslamellen nach dem Albitgesetz. Diese erscheinen im Polarisationsmikroskop als feine, parallele Streifen, die sich beim Drehen der Probe im gekreuzten Licht abwechselnd hell und dunkel zeigen. **3. Auslöschungswinkel:** Labradorit zeigt einen bestimmten Auslöschungswinkel (Winkel zwischen der Längsachse des Kristalls und der Auslöschungsposition im gekreuzten Polarisationslicht), der zur Bestimmung innerhalb der Plagioklasreihe genutzt wird. **4. Pleochroismus:** Labradorit zeigt keinen oder nur sehr schwachen Pleochroismus. **5. Labradorisieren (Schiller):** Der berühmte „Labradorisieren“ (bunte Schillerfarben) ist ein makroskopisches Phänomen und im Dünnschliff unter dem Polarisationsmikroskop meist nicht sichtbar. **Zusammengefasst:** Im Polariskop zeigt Labradorit Interferenzfarben, charakteristische Zwillingslamellen und einen typischen Auslöschungswinkel. Er ist doppelbrechend und erscheint nicht isotrop (nicht komplett dunkel zwischen gekreuzten Polarisatoren). Weitere Informationen findest du z.B. bei [Mineralienatlas](https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Labradorit) oder [Mindat](https://www.mindat.org/min-2356.html).
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Im Polariskop bleiben isotrope Steine in allen Drehungen hell. Isotrope Steine sind solche, die das Licht in alle Richtungen gleich brechen und daher keine Doppelbrechung zeigen. Zu den isotropen Mate... [mehr]
Mit einem Polariskop kannst du bei Natur-Citrin sogenannte Doppelbrechungseffekte (Birefringenz) erkennen, die auf die kristalline Struktur des Minerals zurückzuführen sind. Citrin gehö... [mehr]