Warum unterscheidet man zwischen Eisenbegleitern und Legierungselementen, obwohl Eisenbegleiter auch zugesetzt werden?

Antwort

Eisenbegleiter und Legierungselemente unterscheiden sich in ihrer Funktion und Herkunft im Eisenwerkstoff: **Eisenbegleiter** sind Elemente, die im Eisen oder Stahl als natürliche Begleiter des Eisenerzes vorkommen oder bei der Herstellung unbeabsichtigt in den Werkstoff gelangen. Typische Eisenbegleiter sind z.B. Schwefel (S), Phosphor (P), Mangan (Mn) und Silizium (Si). Sie werden in der Regel **nicht gezielt zugesetzt**, sondern sind als Verunreinigungen oder Nebenbestandteile vorhanden. Ihr Gehalt wird meist möglichst niedrig gehalten, weil sie die Eigenschaften des Stahls oft negativ beeinflussen können. **Legierungselemente** hingegen sind Elemente, die **gezielt zugesetzt** werden, um die Eigenschaften des Stahls zu verbessern oder bestimmte Eigenschaften zu erzielen. Beispiele sind Chrom (Cr), Nickel (Ni), Vanadium (V), Molybdän (Mo) usw. Sie werden bewusst in definierten Mengen zugegeben, um z.B. die Härte, Korrosionsbeständigkeit oder Zähigkeit zu erhöhen. **Zusammengefasst:** - **Eisenbegleiter:** Unbeabsichtigt vorhanden, meist unerwünscht, nicht gezielt zugesetzt - **Legierungselemente:** Gezielt zugesetzt, um gewünschte Eigenschaften zu erreichen Weitere Informationen findest du z.B. bei [Stahllexikon.de](https://www.stahllexikon.de/lexikon/eisenbegleiter.html).

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