Bei Röntgenröhren unterscheidet man zwischen Transmissionstarget (Durchstrahlungsanode) und Reflexionstarget (Reflexionsanode**Reflexionstarget (Reflexionsanode):** - Die Elektronen treffen schräg auf eine massive Anode (meist aus Wolfram). - Die Röntgenstrahlung wird unter einem Winkel (meist 90° zur Elektronenbahn) aus dem Gehäuse abgeleitet. - Die Anode ist relativ dick, sodass die Elektronen in das Material eindringen und dort abgebremst werden. **Transmissionstarget (Durchstrahlungsanode):** - Die Anode ist sehr dünn (meist wenige Mikrometer). - Die Elektronen treffen senkrecht auf die dünne Anode. - Die Röntgenstrahlung tritt auf der gegenüberliegenden Seite der Anode (in Richtung der Elektronenbahn) aus. - Die Anode ist meist auf einem Träger (z. B. Beryllium) aufgebracht. **Vorteile der Transmissionstarget-Röhre:** - **Höhere Ausbeute an weicher Röntgenstrahlung:** Da die Strahlung nicht durch eine dicke Anode hindurch muss, wird weniger Strahlung absorbiert, besonders im weichen (niedrigenergetischen) Bereich. - **Bessere Ortsauflösung:** Die effektive Brennfleckgröße kann kleiner gewählt werden, was die Bildschärfe erhöht. - **Kompaktere Bauweise:** Die Bauform ist oft kleiner und eignet sich besonders für spezielle Anwendungen wie die Mammographie oder Mikro-CT. **Zusammengefasst:** Transmissionstarget-Röhren liefern eine höhere Ausbeute an weicher Röntgenstrahlung und ermöglichen eine bessere Bildauflösung, da weniger Strahlung im Target absorbiert wird und die Bauweise kompakter ist.