Viel Wasser im Hoden mit deutlicher Schwellung (Hydrozele oder auch Blut/Entzündung) sollte **nicht** einfach 2 Monate „abgewartet“ werden, weil dahinter auch etwas Akutes stecken kann. **Sofort (heute) in die Notaufnahme / 112**, wenn eines davon zutrifft: - **plötzliche starke** einseitige Hodenschmerzen - Hoden steht **hoch**/liegt „anders“, starke Druckschmerzen - **Fieber**, Schüttelfrost, deutlich krankes Gefühl - **Rötung/Überwärmung** des Hodensacks - **Übelkeit/Erbrechen** - nach **Unfall/Schlag** auf den Hoden - Schwellung nimmt **rasch** zu oder Schmerzen werden deutlich schlimmer **Wenn das nicht zutrifft:** trotzdem **zeitnah (innerhalb von 24–48 h)** urologisch abklären lassen (urologischer Notdienst/Notfallpraxis/Notaufnahme, falls kein schneller Urologe verfügbar). Wichtig ist meist eine **körperliche Untersuchung + Ultraschall (Doppler)**, um z.B. Hodentorsion, Entzündung (Epididymitis), Leistenbruch oder Blutansammlung auszuschließen. **Bis zur Abklärung:** - Hoden **hochlagern/unterstützen** (eng anliegende Unterwäsche) - **Kühlen** (Tuch dazwischen, 10–15 min, mehrmals täglich) - **Schonung**, kein Sport/Schwerheben - Schmerzmittel: **Ibuprofen** oder **Paracetamol** nach Packungsbeilage (kein Ibuprofen bei Magenblutung, schwerer Nierenerkrankung, Blutverdünnern, späten Schwangerschaftsmonaten etc.) Eine OP „in 2 Monaten“ kann bei einer **stabilen, unkomplizierten** Hydrozele passen – aber bei „alles geschwollen“ ist die **schnelle Abklärung** entscheidend, um nichts Gefährliches zu übersehen.