Wie erfolgt die Wachstumslenkung mit 16 Jahren und welche Nachbehandlung ist nötig?

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Die Wachstumslenkung (auch „Wachstumsmodulation“ genannt) ist ein kieferorthopädisches Verfahren, das das Wachstum der Kieferknochen gezielt beeinflussen soll. Sie wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt, da sich das Kieferwachstum in dieser Zeit noch steuern lässt. Typische Apparaturen sind funktionskieferorthopädische Geräte wie Aktivator, Bionator oder Vorschubdoppelplatten. **Anfang 16 Jahre:** Mit etwa 16 Jahren ist das Kieferwachstum bei Mädchen meist schon weitgehend abgeschlossen, bei Jungen kann noch ein geringes Restwachstum vorhanden sein. Die Effektivität der Wachstumslenkung nimmt daher mit zunehmendem Alter ab. In Einzelfällen kann eine Wachstumslenkung noch versucht werden, der Erfolg ist aber deutlich geringer als im Alter von 10–14 Jahren. **Nachbehandlung:** Nach Abschluss der aktiven Wachstumslenkung ist eine Nachbehandlung (Retention) notwendig, um das erreichte Behandlungsergebnis zu stabilisieren. Dies geschieht meist durch: - **Herausnehmbare Retentionsgeräte** (z. B. Retentionsplatten) - **Festsitzende Retainer** (dünner Draht hinter den Frontzähnen) - **Regelmäßige Kontrollen** beim Kieferorthopäden Die Retentionsphase dauert in der Regel mindestens 1–2 Jahre, manchmal auch länger, um Rückfälle (Rezidive) zu vermeiden. **Fazit:** Mit 16 Jahren ist die Wachstumslenkung nur noch eingeschränkt möglich, insbesondere bei Mädchen. Die Nachbehandlung ist jedoch in jedem Fall wichtig, um das Behandlungsergebnis zu sichern. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie](https://www.dgkfo.de/).

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