Welche Untersuchungen gehören zur langfristigen Verlaufskontrolle nach Behandlung einer Langerhans-Zell-Histiozytose?

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Zur langfristigen Verlaufskontrolle nach behandelter Langerhans-Zell-Histiozytose gehören vor allem regelmäßige Kontrollen auf **Rückfälle** und **Spätfolgen**. Typisch sind: - **Körperliche Untersuchung** mit Anamnese - **Wachstums- und Entwicklungsbeurteilung** bei Kindern - **Blut- und Urinuntersuchungen** je nach Organbeteiligung - **Bildgebung** bei Bedarf, z. B. Röntgen, MRT, CT oder Ultraschall - **Kontrolle der betroffenen Organe**, z. B.: - **Lunge:** Lungenfunktion, ggf. Bildgebung - **Knochen:** klinische Kontrolle, ggf. Röntgen/MRT - **Leber/Milz:** Ultraschall und Labor - **ZNS/Hypophyse:** Hormonstatus, ggf. MRT - **Endokrinologische Nachsorge**, besonders wegen möglichem Diabetes insipidus oder Wachstumsstörungen - **Hörtest** bei Schädel- oder Ohrbeteiligung - **Zahnärztliche Kontrollen** bei Kieferbeteiligung - **Neurologische und neuropsychologische Beurteilung** bei ZNS-Beteiligung - **Langzeitkontrolle auf therapiebedingte Spätfolgen** Die genaue Nachsorge richtet sich nach **Alter, früherer Organbeteiligung, Schwere der Erkrankung und Therapieform**. Oft sind über Jahre regelmäßige fachärztliche Kontrollen nötig.

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