Eine Typ-2-Faseratrophie in der Muskelbiopsie bezeichnet eine selektive Atrophie (Schrumpfung) der Typ-2-Muskelfasern. Die Skelettmuskulatur besteht aus verschiedenen Fasertypen, hauptsächlich Typ-1- (langsam, ausdauernd) und Typ-2-Fasern (schnell, kraftvoll). Bei einer Typ-2-Faseratrophie sind vor allem die schnell zuckenden, glykolytischen Typ-2-Fasern betroffen, während die Typ-1-Fasern weitgehend erhalten bleiben. Bedeutung: - Typ-2-Faseratrophie ist häufig ein unspezifischer Befund. - Sie tritt oft bei Inaktivität, Immobilisation, längerer Bettlägerigkeit oder bei Kortikosteroidtherapie auf. - Auch bei einigen neurologischen Erkrankungen (z. B. Motoneuronerkrankungen) kann sie vorkommen, ist dort aber meist nicht das einzige Muster. Diagnostik: - In der Muskelbiopsie zeigt sich eine selektive Verkleinerung der Typ-2-Fasern im Vergleich zu Typ-1-Fasern. - Die Unterscheidung erfolgt meist durch spezielle Färbungen (z. B. ATPase-Färbung). Klinische Relevanz: - Der Befund ist meist nicht spezifisch für eine bestimmte Erkrankung, sondern eher ein Hinweis auf eine sekundäre Muskelveränderung. - Die Ursache sollte im klinischen Kontext (z. B. Immobilisation, Medikamente, Grunderkrankungen) gesucht werden. Zusammengefasst: Eine Typ-2-Faseratrophie in der Muskelbiopsie ist ein häufiger, meist unspezifischer Befund, der auf eine bevorzugte Schrumpfung der schnell zuckenden Muskelfasern hinweist und oft mit Inaktivität oder bestimmten Medikamenten assoziiert ist.