Wie wirken Stimulanzien bei ADHS im Gehirn?

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Stimulanzien wie Methylphenidat (z. B. Ritalin) oder Amphetamine (z. B. Elvanse, Adderall) sind die am häufigsten eingesetzten Medikamente zur Behandlung von ADHS. Sie wirken im Gehirn vor allem auf die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin. **Wirkmechanismus im Überblick:** 1. **Erhöhung der Neurotransmitter-Konzentration:** Stimulanzien blockieren die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin in die Nervenzellen. Dadurch bleiben diese Botenstoffe länger im synaptischen Spalt (dem Raum zwischen zwei Nervenzellen) verfügbar. 2. **Freisetzung von Neurotransmittern:** Besonders Amphetamine fördern zusätzlich die Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin aus den Nervenzellen. 3. **Verbesserte Signalübertragung:** Durch die erhöhte Konzentration dieser Botenstoffe wird die Signalübertragung in bestimmten Hirnregionen verbessert, vor allem im präfrontalen Kortex. Dieser Bereich ist für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis zuständig. **Warum hilft das bei ADHS?** Bei ADHS wird angenommen, dass die Signalübertragung durch Dopamin und Noradrenalin im Gehirn gestört ist. Die Stimulanzien gleichen dieses Ungleichgewicht aus, wodurch die typischen Symptome wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität reduziert werden. **Zusammengefasst:** Stimulanzien erhöhen die Verfügbarkeit von Dopamin und Noradrenalin im Gehirn, verbessern so die Kommunikation zwischen Nervenzellen und helfen dadurch, die ADHS-Symptome zu kontrollieren. Weitere Informationen findest du z. B. bei [ADHS Deutschland e.V.](https://www.adhs-deutschland.de/) oder [Neurologen und Psychiater im Netz](https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/).

Kategorie: Medizin Tags: ADHS Stimulanzien Gehirn

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