Eine **schwergradige obstruktive Schlafapnoe (OSA)** ist eine ausgeprägte Form der Schlafapnoe, bei der es im Schlaf **wiederholt zu (teilweisen oder vollständigen) Verschlüssen der oberen Atemwege** kommt. Dadurch entstehen **Atemaussetzer (Apnoen)** oder **starke Atemfluss‑Abnahmen (Hypopnoen)**, oft mit **Sauerstoffabfällen** und **kurzen Weckreaktionen** (Mikro‑Arousals), die den Schlaf fragmentieren. **Wie wird „schwer“ definiert?** Meist über den **Apnoe‑Hypopnoe‑Index (AHI)** aus der Schlafmessung (Polysomnographie/Polygraphie): - **schwergradig:** **AHI ≥ 30 Ereignisse pro Stunde** (also im Mittel mindestens 30 Atemstörungen pro Schlafstunde) **Typische Folgen/Symptome:** - lautes, unregelmäßiges Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer - ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, Sekundenschlaf, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme - morgendliche Kopfschmerzen, nicht erholsamer Schlaf, nächtliches Luftschnappen - erhöhtes Risiko u. a. für **Bluthochdruck**, **Herzrhythmusstörungen**, **Herz‑/Gefäßerkrankungen** und **Unfälle durch Müdigkeit** **Warum entsteht sie?** Durch ein **Zusammenfallen/Verengen** des Rachenraums im Schlaf (begünstigt z. B. durch Übergewicht, anatomische Enge, Alkohol/Sedativa, Rückenlage, Nasenatmungsprobleme). **Behandlung (typisch):** - Standard bei schwerer OSA: **CPAP/APAP‑Therapie** (Atemmaske mit Überdruck) - ergänzend/je nach Fall: Gewichtsreduktion, Lagerungstherapie, Vermeidung von Alkohol/Sedativa, Unterkiefer‑Protrusionsschiene (eher bei leichter/mittlerer OSA), ggf. HNO‑/kieferchirurgische Verfahren oder Hypoglossus‑Stimulation in ausgewählten Fällen.