Warum gibt der Arzt nach einer Blasenuntersuchung keine Schmerzmittel, da später nach der Betäubung Schmerzen auftreten können?

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Nach einer Blasenuntersuchung (z. B. einer Blasenspiegelung) kann es sein, dass der Arzt zunächst keine Schmerzmittel gibt, weil während der Untersuchung oft ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) verwendet wird. Dieses Betäubungsmittel sorgt dafür, dass während und kurz nach dem Eingriff keine oder nur geringe Schmerzen auftreten. Der Grund, warum direkt nach der Untersuchung keine weiteren Schmerzmittel gegeben werden, ist folgender: Solange die Betäubung noch wirkt, spürst du eventuelle Schmerzen oder Reizungen nicht. Erst wenn die Wirkung der Betäubung nachlässt, können Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder leichte Schmerzen auftreten. Dann kannst du – falls nötig – ein empfohlenes Schmerzmittel einnehmen. Oft reichen dafür einfache Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen. Zusätzlich möchte der Arzt manchmal auch beobachten, ob und wie stark Schmerzen nach der Untersuchung tatsächlich auftreten, bevor er Medikamente verschreibt. Nicht jeder Patient hat nach einer Blasenuntersuchung starke Beschwerden. Falls du nach der Untersuchung Schmerzen hast, solltest du das deinem Arzt mitteilen. Er kann dir dann gezielt ein geeignetes Schmerzmittel empfehlen.

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