Pflegeplanung nach dem PSR-Prinzip: Wie formuliere ich das Problem, wenn Mund- und Prothesenpflege nicht selbstständig durchgeführt werden kann?

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**Nach dem PSR-Prinzip könnte das so formuliert werden:** **P:** Eingeschränkte Fähigkeit zur selbstständigen Mund- und Prothesenpflege. **S:** Bewohnerin/Bewohner kann Mundpflege und Reinigung der Prothese nicht eigenständig durchführen. **R:** Regelmäßige Unterstützung bzw. vollständige Übernahme der Mund- und Prothesenpflege ist erforderlich, um Beläge, Entzündungen und Druckstellen zu vermeiden. ## Wichtig dabei Entscheidend ist: Das **Problem** beschreibt nicht die Maßnahme, sondern den pflegerischen Bedarf. „Kann nicht selbstständig durchgeführt werden“ gehört also eher zur **Symptom-/Situationsbeschreibung** und nicht allein ins Problem. ## Besser formuliert in der Pflegeplanung Eine praxisnahe Formulierung wäre: **P:** Selbstpflegedefizit bei der Mund- und Prothesenpflege. **S:** Bewohnerin/Bewohner ist aufgrund eingeschränkter Motorik, Kognition oder Kraft nicht in der Lage, Mundhöhle und Prothese selbstständig zu reinigen. **R:** Benötigt tägliche Anleitung, Teilübernahme oder vollständige Übernahme der Mund- und Prothesenpflege. ## Beispiel für Maßnahmen - Mundpflege morgens und abends durchführen oder unterstützen. - Prothese täglich reinigen und auf korrekten Sitz kontrollieren. - Mundschleimhaut auf Rötungen, Beläge und Druckstellen beobachten. - Bei Auffälligkeiten Zahnarzt oder Arzt informieren. Der wichtigste Unterschied: **„Problem“ = was pflegerisch beeinträchtigt ist, „Symptom“ = woran man das erkennt, „Ressource“ = was noch möglich ist bzw. welche Unterstützung greift.**

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