Mit 72 noch Blutungen aus der Gebärmutter?

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**Ja – Blutungen aus der Gebärmutter mit 72 sind nicht normal und müssen zeitnah gynäkologisch abgeklärt werden, weil nach den Wechseljahren schon kleine Blutungen ein Warnzeichen für Polypen, Schleimhautveränderungen oder Krebs sein können.** ## Was dahinterstecken kann Nach der Menopause baut sich die Gebärmutterschleimhaut normalerweise nicht mehr zyklisch auf. Deshalb gilt jede neue Blutung in diesem Alter als abklärungsbedürftig. Häufige Ursachen sind harmlose Veränderungen wie Schleimhautatrophie, Polypen oder Nebenwirkungen von Hormonen. Wichtig ist aber: Auch Vorstufen oder Krebs der Gebärmutterschleimhaut kommen als Ursache infrage. Ein häufiger Irrtum ist, dass „ein bisschen Schmierblutung“ im Alter normal sei. Das stimmt nicht. Gerade leichte, einmalige oder bräunliche Blutungen werden oft unterschätzt. ## Was jetzt wichtig ist Die Blutung sollte in den nächsten Tagen gynäkologisch untersucht werden. Üblich sind Ultraschall über die Scheide und je nach Befund eine Gewebeprobe aus der Gebärmutterschleimhaut. Wenn die Blutung stark ist, Schwindel dazukommt, Kreislaufprobleme auftreten oder du sehr schnell mehrere Binden brauchst, ist das ein Fall für den Notdienst. ## Praktisch entscheidend Mit 72 ist nicht die Blutungsstärke entscheidend, sondern **dass überhaupt eine Blutung auftritt**. Einmalig heißt nicht harmlos. Falls die Blutung nicht sicher aus der Gebärmutter kommt, muss auch ausgeschlossen werden, dass sie aus der Scheide, dem Gebärmutterhals, der Blase oder dem Darm stammt.