Kann Kurzsichtigkeit durch Altersweitsichtigkeit teilweise ausgeglichen werden, sodass man weniger Dioptrien bei der Kurzsichtigkeit hat?

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Nein. Altersweitsichtigkeit gleicht Kurzsichtigkeit nicht wirklich aus. Kurz erklärt: - **Kurzsichtigkeit**: Das Auge ist für die Ferne zu stark brechend bzw. zu lang. - **Altersweitsichtigkeit**: Die Linse verliert mit dem Alter ihre Fähigkeit, sich für die Nähe scharf einzustellen. Das sind **zwei verschiedene Ursachen**. Deshalb wird die Kurzsichtigkeit nicht „weniger“. Was aber oft so wirkt: - Wer **leicht kurzsichtig** ist, kann im Alter **ohne Lesebrille** in der Nähe manchmal noch besser sehen als Normalsichtige. - Dafür bleibt das **Sehen in die Ferne** weiterhin kurzsichtig. - Die gemessenen Minus-Dioptrien verschwinden also nicht einfach, auch wenn sich der Sehbedarf subjektiv anders anfühlt. Beispiel: - Jemand mit etwa **-1,5 dpt** kann im Alter beim Lesen unter Umständen Vorteile haben. - Für die Ferne braucht die Person aber meist weiterhin eine Korrektur. Wichtig: - Im höheren Alter kann sich die Brillenstärke trotzdem ändern, aber nicht deshalb, weil Altersweitsichtigkeit die Kurzsichtigkeit „aufhebt“. - Plötzliche Veränderungen der Sehstärke sollten augenärztlich abgeklärt werden. Quelle zur Einordnung: https://www.aao.org/eye-health/diseases/what-is-presbyopia und https://www.aponet.de/artikel/kurzsichtigkeit-und-altersweitsichtigkeit-gleichzeitig-27847