Cetuximab ist ein monoklonaler Antikörper, der gegen den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) gerichtet ist und häufig zur Behandlung von bestimmten Krebsarten, einschließlich kolorektalem Karzinom und Kopf-Hals-Tumoren, eingesetzt wird. Bei Appendixkarzinomen, die eine KRAS-Mutation aufweisen, insbesondere in Exon 20, kann die Wirksamkeit von Cetuximab eingeschränkt sein. KRAS-Mutationen sind genetische Veränderungen, die in vielen Tumoren vorkommen und die Signalübertragung innerhalb der Zelle beeinflussen. Bei Patienten mit KRAS-Mutationen, insbesondere in den Exonen 12 und 13, ist Cetuximab in der Regel nicht wirksam, da diese Mutationen die Signalwege aktivieren, die unabhängig von EGFR sind. Die Rolle von KRAS-Mutationen in Exon 20 ist weniger klar, da diese Mutationen seltener sind und die Datenlage begrenzt ist. Es gibt Hinweise darauf, dass auch Mutationen in diesem Bereich die Reaktion auf EGFR-Inhibitoren beeinflussen können, jedoch sind weitere Studien erforderlich, um die genauen Auswirkungen zu verstehen. Für eine gezielte Therapieentscheidung ist es wichtig, eine umfassende molekulare Charakterisierung des Tumors durchzuführen. Dies kann helfen, die beste Behandlungsstrategie zu bestimmen und die Wirksamkeit von Cetuximab oder anderen Therapien zu evaluieren.