Hämolyse bezeichnet die Auflösung oder Zerstörung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dabei wird der rote Blutfarbstoff Hämoglobin aus den Zellen freigesetzt und gelangt... [mehr]
Hämolyse ist eine mögliche Komplikation bei der Anwendung einer ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung). Sie entsteht, wenn rote Blutkörperchen (Erythrozyten) zerstört werden und ihr Hämoglobin ins Plasma freigesetzt wird. **Ursachen der Hämolyse bei ECMO:** - **Mechanische Belastung:** Die Pumpe und das Schlauchsystem der ECMO können Scherkräfte erzeugen, die Erythrozyten schädigen. - **Turbulenzen:** Unregelmäßige Strömungen, z.B. an Verbindungsstellen oder bei Luftblasen, erhöhen das Risiko. - **Falsche Kanülengröße oder -lage:** Zu kleine oder falsch platzierte Kanülen können den Blutfluss behindern und so die Scherkräfte erhöhen. - **Hohe Flussraten:** Übermäßige Flussraten durch das System verstärken die mechanische Belastung. **Folgen der Hämolyse:** - Erhöhte Plasmakonzentration von freiem Hämoglobin (kann zu Nierenversagen führen) - Hyperkaliämie - Anämie - Gelbfärbung des Plasmas **Diagnostik:** - Messung von freiem Hämoglobin im Plasma - LDH (Laktatdehydrogenase) erhöht - Haptoglobin erniedrigt - Dunkel verfärbtes Plasma **Therapie und Prävention:** - Optimierung der ECMO-Einstellungen (z.B. Flussrate, Kanülengröße) - Regelmäßige Überwachung der Laborwerte - Austausch von Komponenten bei Verdacht auf Defekte - Schonender Umgang mit dem System Weitere Informationen zur ECMO findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik](https://www.dgkt.de/) oder auf [ecmonet.org](https://www.ecmonet.org/).
Hämolyse bezeichnet die Auflösung oder Zerstörung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dabei wird der rote Blutfarbstoff Hämoglobin aus den Zellen freigesetzt und gelangt... [mehr]
Die maximale Umdrehungszahl (RPM – revolutions per minute) einer ECMO-Pumpe hängt vom jeweiligen Pumpentyp und Hersteller ab. Typische Zentrifugalpumpen, wie sie bei modernen ECMO-Systemen... [mehr]
Komplikationen bei der Anlage und dem Verbleib eines transurethralen Blasenkatters können vielfältig sein. Zu den wichtigsten zählen: 1. **Harnwegsinfektionen (HWI):** Die häufigs... [mehr]
Bei einer dorsalen Stabilisierung von HWK 2 bis HWK 4 (Halswirbelkörper 2 bis 4) – häufig bei Frakturen des Axis (HWK 2) – können intra- und postoperative Komplikationen auf... [mehr]