Eine Grünholzfraktur ist eine spezielle Art von Knochenbruch, die hauptsächlich bei Kindern auftritt. Der Begriff "Grünholz" bezieht sich auf die Ähnlichkeit einem frischen, grünen Zweig, der bricht, aber nicht vollständig durchtrennt wird. Hier sind die Hauptmerkmale und Unterschiede: 1. **Unvollständiger Bruch**: Bei einer Grünholzfraktur bricht der Knochen nicht vollständig durch. Stattdessen bricht nur eine Seite des Knochens, während die andere Seite intakt bleibt oder sich nur verbiegt. Dies liegt daran, dass die Knochen von Kindern weicher und flexibler sind als die von Erwachsenen. 2. **Periost bleibt intakt**: Das Periost, die äußere Knochenhaut, bleibt oft intakt oder nur teilweise verletzt. Dies hilft, die Knochenfragmente in ihrer Position zu halten und erleichtert die Heilung. 3. **Häufigkeit bei Kindern**: Diese Art von Fraktur tritt fast ausschließlich bei Kindern auf, da ihre Knochen noch im Wachstum sind und eine größere Flexibilität aufweisen. Bei Erwachsenen sind die Knochen härter und brechen eher vollständig. 4. **Heilung**: Grünholzfrakturen heilen in der Regel schneller und besser als vollständige Brüche, da die Knochen von Kindern eine höhere Regenerationsfähigkeit haben. Eine angemessene Immobilisierung, oft durch einen Gipsverband, ist jedoch notwendig, um eine korrekte Heilung zu gewährleisten. 5. **Symptome**: Die Symptome einer Grünholzfraktur können Schmerzen, Schwellungen, Deformitäten und eingeschränkte Beweglichkeit umfassen. Da der Bruch unvollständig ist, kann die Deformität weniger offensichtlich sein als bei einem vollständigen Bruch. Eine genaue Diagnose und Behandlung durch einen Arzt sind wichtig, um sicherzustellen, dass der Knochen korrekt heilt und keine langfristigen Komplikationen auftreten.