Ritalin (Wirkstoff: Methylphenidat) ist primär zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Narkolepsie zugelassen. Es wirkt, indem es die Wiederaufnahme...
Bei Frühgeborenen, die bereits pränatal (in der Schwangerschaft) viel Stress „mitbekommen“ haben, sind vor allem Systeme auffällig, die Stress, Erregung und Bindung regulieren. Typisch sind dabei keine einzelnen „einen Wert“-Abweichungen, sondern veränderte Grundaktivität und Reaktionsmuster (Basalspiegel, Tagesrhythmik, Stressreaktivität, Rückkopplung). **1) HPA-Achse (Stresshormonsystem)** - **Cortisol**: häufig veränderte Basalwerte und/oder **über- oder unterreaktive Cortisolantwort** auf Belastung; teils auch **abgeflachte Tagesrhythmik** (bei sehr kleinen Frühgeborenen ist die Rhythmik ohnehin unreif, Stress kann das zusätzlich verschieben). - **ACTH** (Hypophyse) und **CRH** (Hypothalamus/Plazenta): können in ihrer Regulation mitbetroffen sein (veränderte „Setpoints“/Rückkopplung). - Funktionell bedeutet das: Stress wird schneller, stärker oder auch „zu wenig“ hormonell beantwortet; beides kann mit Regulationsproblemen einhergehen. **2) Sympathikus–Nebennierenmark (akute Stressantwort)** - **Noradrenalin und Adrenalin (Katecholamine)**: häufig Zeichen einer **erhöhten sympathischen Grundanspannung** bzw. veränderten Reaktivität (z.B. Herzfrequenz-/Vagustonus-Muster), was sich als „leichter übererregbar“ oder schwerer beruhigbar zeigen kann. **3) Serotonerges System** - **Serotonin (5‑HT)**: pränataler Stress ist mit **veränderter serotonerger Entwicklung/Signalübertragung** assoziiert; das betrifft später u.a. Schlaf‑Wach‑Regulation, Reizverarbeitung und Affektregulation. (Im Neugeborenenalter wird das selten als „Serotoninwert“ gemessen, eher indirekt über Verhalten/Physiologie und Entwicklungsverläufe.) **4) Dopaminerges System** - **Dopamin**: kann in der Entwicklung der Stress‑ und Belohnungs-/Motivationsnetzwerke mitverändert sein; relevant für Aufmerksamkeit, motorische Aktivität und spätere Emotionsregulation (auch hier meist keine Routine-Labormessung beim Säugling). **5) Oxytocin/Vasopressin (Bindung/Sozialstress)** - **Oxytocin** und **Vasopressin**: pränataler Stress kann diese Systeme in ihrer Reifung beeinflussen; das wird mit Unterschieden in Beruhigbarkeit, sozialer Orientierung und Stresspufferung in Verbindung gebracht. Klinisch werden diese Hormone bei Frühgeborenen jedoch kaum routinemäßig bestimmt. **6) Entzündungs- und Stress‑Immun-Signale (keine Neurotransmitter, aber eng gekoppelt)** - **Proinflammatorische Zytokine** (z.B. IL‑6, TNF‑α) können bei Stress/Infektion in der Schwangerschaft erhöht sein und die Hirnentwicklung sowie Stressachsen mitprägen; das ist ein wichtiger „Mitspieler“ neben Hormonen/Neurotransmittern. Wichtig zur Einordnung: „Schräg eingestellt“ heißt in der Forschung meist **dysreguliert** (anders kalibriert), nicht zwingend „zu hoch“ oder „zu niedrig“ in jedem Kind. Außerdem sind Frühgeburtlichkeit, mütterliche Belastung, Medikamente (z.B. Antidepressiva, Steroide), Nikotin/Alkohol, Entzündung/Infektion und Intensivstations-Stress nach der Geburt starke zusätzliche Einflussfaktoren.
Ritalin (Wirkstoff: Methylphenidat) ist primär zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Narkolepsie zugelassen. Es wirkt, indem es die Wiederaufnahme...
Das Serotonin-Syndrom ist eine potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkung, die durch einen Überschuss an Serotonin im zentralen Nervensystem entsteht. Typische Symptome sind: **Psychische Ver&aum...