Fallbeispiel Pneumonie im Notfall?

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Ein Fallbeispiel für Pneumonie im Notfall könnte wie folgt aussehen: **Patientenbeschreibung:** Ein 65-jähriger Mann wird mit akuten Atembeschwerden, hohem Fieber (39,5 °C) und starkem Husten in die Notaufnahme gebracht. Er hat eine Vorgeschichte von COPD und raucht seit 40 Jahren. **Anamnese:** Der Patient berichtet, dass die Symptome vor drei Tagen begannen, zunächst mit Husten und leichtem Fieber. In den letzten 24 Stunden hat sich sein Zustand verschlechtert, und er hat Schwierigkeiten beim Atmen. Er hat auch eine gelb-grüne Auswurfproduktion bemerkt. **Klinische Untersuchung:** - Vitalzeichen: Blutdruck 110/70 mmHg, Puls 110 bpm, Atemfrequenz 28/min, Sauerstoffsättigung 88% (unter Raumluft). - Auskultation: Rasselgeräusche über dem rechten Unterlappen, abgeschwächtes Atemgeräusch. - Körperliche Untersuchung: Der Patient wirkt lethargisch und hat eine bläuliche Verfärbung der Lippen (Zyanose). **Diagnostische Maßnahmen:** - Röntgen-Thorax: Nachweis einer rechtsseitigen Lungenentzündung mit Infiltraten im rechten Unterlappen. - Blutuntersuchung: Erhöhte Entzündungswerte (CRP, Leukozyten). - Sputumkultur: Verdacht auf bakterielle Pneumonie. **Therapie:** - Sofortige Gabe von Sauerstoff zur Verbesserung der Sauerstoffsättigung. - Intravenöse Antibiotika (z.B. Ceftriaxon und Azithromycin) zur Behandlung der bakteriellen Pneumonie. - Flüssigkeitszufuhr und gegebenenfalls Bronchodilatatoren zur Unterstützung der Atmung. **Verlauf:** Nach 48 Stunden zeigt der Patient eine Verbesserung der Atemnot und eine Normalisierung der Vitalzeichen. Die Antibiotikatherapie wird fortgesetzt, und der Patient wird zur weiteren Beobachtung auf die Station verlegt. Dieses Beispiel verdeutlicht die typischen Symptome, die Diagnostik und die Behandlung einer Pneumonie im Notfall.

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