Wann ist eine elektrophysikalische Untersuchung zur Synkopenklärung sinnvoll und wie hoch ist der diagnostische Wert?

Antwort

Eine elektrophysikalische Untersuchung zur Synkopenklärung ist sinnvoll, wenn es Hinweise auf eine kardiale Ursache der Synkope gibt, insbesondere bei Patienten mit: 1. **Wiederholten Synkopen**: Wenn die Synkopen häufig auftreten und unklarer Ursache sind. 2. **Kardialen Risikofaktoren**: Bei Patienten mit bekannten Herzerkrankungen, wie z.B. koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder strukturellen Herzerkrankungen. 3. **Positiven Anamnese**: Wenn es in der Familienanamnese plötzliche Herztode oder synkopale Ereignisse gibt. 4. **Unklaren Symptomen**: Wenn die Synkope mit anderen Symptomen wie Palpitationen, Brustschmerzen oder Atemnot einhergeht. Der diagnostische Wert der elektrophysikalischen Untersuchung liegt darin, dass sie spezifische Arrhythmien identifizieren kann, die für die Synkopen verantwortlich sind. Dazu gehören ventrikuläre Tachykardien, atrioventrikuläre Blockierungen oder andere Störungen der elektrischen Aktivität des Herzens. Die Untersuchung kann auch helfen, das Risiko zukünftiger Ereignisse abzuschätzen und gegebenenfalls therapeutische Maßnahmen wie die Implantation eines Defibrillators zu planen.

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