Warum hatten die Biafra-Kinder aufgedunsene Bäuche?
Antwort vom**Die aufgedunsenen Bäuche der „Biafra-Kinder“ waren kein Zeichen von „gut genährt“, sondern ein typisches Hungersymptom: schwere Eiweißmangelernährung mit Ödemen, meist als Kwashiorkor bezeichnet.** Dabei sinkt der Eiweißgehalt im Blut, Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus, und der Bauch wirkt zusammen mit Darmaufblähung und oft vergrößerter Fettleber auffallend rund. ([medlineplus.gov](https://medlineplus.gov/ency/article/001604.htm)) Entscheidend ist der Unterschied zwischen **dick** und **geschwollen**: Diese Kinder hatten meist **keinen Fettbauch**, sondern einen **Wasserbauch**. Das passt zu schwerer akuter Mangelernährung, bei der UNICEF ausdrücklich auch von „nutritional oedema“ spricht. ([unicef.org](https://www.unicef.org/nutrition/child-wasting)) Ein häufiger Irrtum ist, dass nur „zu wenig Kalorien“ dahinterstecken. Tatsächlich verschärfen **Eiweißmangel, Infektionen, Durchfälle und insgesamt katastrophale Versorgung** das Bild. Gerade deshalb wirkten die Fotos so erschütternd: Der Körper war gleichzeitig ausgezehrt und geschwollen. ([medlineplus.gov](https://medlineplus.gov/ency/article/001604.htm))