Das ist **kein Beweis**, höchstens ein **Hinweis** (und selbst der ist meist schwach). Begründung in den Begriffen, die du nennst: - **Beweis**: Dafür müsste zweifelsfrei feststehen, dass während der beobachteten Erfahrung **keine** Gehirnaktivität möglich war und dass die Information **nur** auf diesem Weg erlangt werden konnte. Eine „EKG‑Nulllinie“ betrifft zudem das **Herz** (Elektrokardiogramm), nicht das Gehirn; fürs Gehirn wäre eher **EEG** relevant. Außerdem kann es trotz fehlender/ungenügender Messung, Messlücken, Artefakten oder nicht erfasster tiefer Aktivität zu Restaktivität kommen. - **Hinweis**: Wenn jemand später korrekt Details wiedergibt, die er „eigentlich“ nicht hätte wissen sollen, ist das ein Hinweis darauf, dass die Entstehung/der Zeitpunkt der Erinnerung unklar ist – aber es beweist nicht, dass Bewusstsein ohne Gehirnaktivität stattgefunden hat. Alternative Erklärungen (z. B. Wahrnehmung vor/nach der kritischen Phase, Rekonstruktion, Suggestion, Zufall, Informationsleck) bleiben möglich. - **Aufweis**: Im wissenschaftlichen Sinn wäre das ein „Nachweis/Beleg“. Dafür bräuchte es kontrollierte Bedingungen, lückenlose und passende Messungen (EEG/weitere Neuro-Monitoringdaten), klare Zeitmarken und Ausschluss von Alternativerklärungen. Das ist in solchen Einzelfällen praktisch selten erreichbar. Kurz: **sprachlich korrekt** wäre „ein Hinweis“ oder „ein Indiz“, aber **kein Beweis** und in der Regel auch **kein belastbarer Nachweis/Aufweis**.