Der Begriff „iatrogen“ bedeutet, dass etwas durch ärztliche Maßnahmen oder medizinische Eingriffe verursacht oder übertragen wird. Im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die Erkrankung im klassischen Sinne iatrogen übertragen werden kann, wie es etwa bei bestimmten Infektionskrankheiten der Fall ist. Allerdings gibt es einige wenige wissenschaftliche Berichte, die darauf hindeuten, dass bestimmte Eiweißablagerungen (Amyloid-β), die bei Alzheimer eine Rolle spielen, unter sehr speziellen Umständen – etwa durch kontaminierte chirurgische Instrumente oder bestimmte medizinische Präparate (z.B. früher verwendete Wachstumshormone aus menschlichen Hirnanhangsdrüsen) – übertragen werden könnten. Diese Fälle sind jedoch extrem selten und betreffen nicht die typische Alzheimer-Erkrankung, sondern spezielle, durch medizinische Eingriffe verursachte Amyloid-Ablagerungen. Wichtig ist: Es gibt keine Hinweise darauf, dass Alzheimer im Alltag, durch Kontakt mit Erkrankten oder durch normale medizinische Behandlungen übertragen werden kann. Die Alzheimer-Krankheit gilt nicht als ansteckend oder übertragbar im üblichen Sinne. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Alzheimer Gesellschaft](https://www.deutsche-alzheimer.de/) oder im [RKI-Steckbrief zu Alzheimer](https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Steckbriefe/Alzheimer.html).