Wie sind Stimmung, Atmosphäre, Raum und Zeit in 'Herr von Ribbeck im Havelland' beschrieben?

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In Theodor Fontanes Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ wird eine ruhige, ländliche und fast idyllische Stimmung erzeugt. Die Atmosphäre ist geprägt von einer gewissen Melancholie, aber auch von Wärme und Menschlichkeit. Die Natur und das dörfliche Leben stehen im Mittelpunkt, was durch die wiederholte Erwähnung des Birnbaums und der Kinder, die um Birnen bitten, unterstrichen wird. Zum Handlungsort erfährt man, dass die Geschichte im Havelland spielt, einer ländlichen Region westlich von Berlin. Das Dorf Ribbeck wird als typisches märkisches Dorf beschrieben, mit Feldern, Birnbäumen und einer Dorfgemeinschaft, die eng miteinander verbunden ist. Bezüglich der Zeit und Dauer des Geschehens: Die Ballade erstreckt sich über mehrere Generationen. Sie beginnt zu Lebzeiten des alten Herrn von Ribbeck, schildert seinen Tod und reicht bis in die Zeit seines Enkels. Die Handlung umfasst also viele Jahre, was durch die Zeilen „So spendet Segen noch immer die Hand / Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ deutlich wird. Die Erzählzeit ist dabei eher ruhig und gemächlich, was die zeitlose Wirkung der Geschichte verstärkt.