„Der zerbrochene Krug“ ist ein Lustspiel von Heinrich von Kleist, das 1806 veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt steht ein Gerichtsprozess in einem kleinen niederländischen Dorf: Ein wertvoller Krug wurde im Haus von Frau Marthe Rull zerbrochen, und sie beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve. Der Dorfrichter Adam soll den Fall aufklären. Im Verlauf des Stücks stellt sich jedoch heraus, dass Adam selbst der Täter ist – er hat in der Nacht versucht, Eve zu verführen und dabei den Krug zerbrochen. **Inhalt:** - Der Dorfrichter Adam leitet eine Gerichtsverhandlung über den zerbrochenen Krug. - Frau Marthe beschuldigt Ruprecht, den Krug zerbrochen zu haben. - Im Laufe der Verhandlung kommen immer mehr Widersprüche und Ungereimtheiten ans Licht. - Eve, die Tochter, weiß die Wahrheit, schweigt aber zunächst. - Am Ende wird klar: Richter Adam selbst ist der Schuldige. **Botschaft:** Kleist kritisiert mit dem Stück die Korruption und Unfähigkeit von Autoritätspersonen, insbesondere in der Justiz. Die Komödie zeigt, wie leicht Macht missbraucht werden kann und wie schwierig es ist, Gerechtigkeit zu erreichen, wenn die Verantwortlichen selbst schuldig sind. Gleichzeitig thematisiert das Stück menschliche Schwächen wie Feigheit, Lüge und Verdrängung. Die Wahrheit kommt trotz aller Vertuschungsversuche ans Licht – das Stück plädiert also für Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit. Mehr Informationen findest du z.B. bei [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Der_zerbrochne_Krug).