Welches Profil haben Sexualstraftäter?

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Das Profil von Sexualstraftätern ist sehr unterschiedlich und lässt sich nicht auf einen bestimmten Typus reduzieren. Es gibt jedoch einige Merkmale und Muster, die in der Kriminologie und Psychologie häufig beschrieben werden: 1. **Soziale Herkunft und Umfeld:** Sexualstraftäter kommen aus allen sozialen Schichten, Altersgruppen und Bildungsniveaus. Es gibt keinen „typischen“ sozialen Hintergrund. 2. **Beziehung zum Opfer:** Viele Sexualstraftaten werden von Personen begangen, die das Opfer kennen (Familie, Bekannte, Kollegen). Fremdtäter sind seltener. 3. **Motivation:** Die Motive sind vielfältig und reichen von Machtausübung, Kontrolle, Rache, sexueller Frustration bis hin zu psychischen Störungen oder fehlender Empathie. 4. **Psychische Auffälligkeiten:** Einige Täter leiden unter Persönlichkeitsstörungen, Traumata oder anderen psychischen Erkrankungen. Das ist aber nicht bei allen der Fall. 5. **Wiederholungstäter:** Ein Teil der Sexualstraftäter begeht wiederholt Straftaten, andere bleiben bei einer einmaligen Tat. 6. **Geschlecht:** Die überwiegende Mehrheit der Sexualstraftäter ist männlich, aber es gibt auch weibliche Täter. 7. **Altersstruktur:** Die meisten Täter sind zwischen 20 und 50 Jahre alt, aber auch hier gibt es Ausnahmen. 8. **Spezifische Tätergruppen:** Es gibt Untergruppen wie Pädokriminelle (sexuelles Interesse an Kindern), Vergewaltiger, Exhibitionisten oder sogenannte Hands-off-Täter (z.B. Cyber-Grooming). Wichtig ist: Es gibt kein einheitliches „Profil“, das auf alle Sexualstraftäter zutrifft. Die Ursachen und Hintergründe sind komplex und individuell verschieden. Pauschalisierungen oder Stereotype sind daher nicht zielführend. Weitere Informationen findest du z.B. beim [Bundeskriminalamt](https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Sexualdelikte/sexualdelikte_node.html) oder bei [Terre des Femmes](https://www.frauenrechte.de/unsere-arbeit/themen/sexualisierte-gewalt).

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