Das Kommunikationsquadrat, auch bekannt als das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun, beschreibt, dass jede Nachricht vier Aspekte hat: den Sachinhalt, den Selbstoffenbarungsaspekt, den Beziehungsaspekt und den Appell. 1. **Sachinhalt**: Was wird gesagt? (Fakten) 2. **Selbstoffenbarung**: Was sagt der Sender über sich selbst? (Gefühle, Meinungen) 3. **Beziehungsaspekt**: Wie steht der Sender zum Empfänger? (Wertschätzung, Machtverhältnisse) 4. **Appell**: Was möchte der Sender beim Empfänger erreichen? (Handlung, Reaktion) **Anwendung auf „Feierabend“ von Loriot**: 1. **Textstelle 1**: Wenn eine Figur sagt: „Ich habe heute wirklich viel gearbeitet.“ - **Sachinhalt**: Die Person hat viel gearbeitet. - **Selbstoffenbarung**: Die Person fühlt sich möglicherweise erschöpft oder stolz auf ihre Arbeit. - **Beziehungsaspekt**: Die Person könnte erwarten, dass der Gesprächspartner dies anerkennt oder wertschätzt. - **Appell**: Möglicherweise möchte die Person, dass der andere Verständnis zeigt oder eine Pause vorschlägt. 2. **Textstelle 2**: Wenn eine Figur sagt: „Kannst du nicht mal aufhören zu reden?“ - **Sachinhalt**: Die Person möchte, dass der andere aufhört zu reden. - **Selbstoffenbarung**: Die Person ist genervt oder überfordert. - **Beziehungsaspekt**: Es könnte eine Spannung zwischen den beiden Figuren bestehen, die auf eine negative Beziehung hinweist. - **Appell**: Die Person fordert den anderen auf, sein Verhalten zu ändern. Diese Analyse zeigt, wie die verschiedenen Aspekte der Kommunikation in Loriots „Feierabend“ ineinandergreifen und die Dynamik zwischen den Charakteren beeinflussen.