Ja, Metallrohre können innen mit aufgeschweißtem Verschleißschutz (z. B. Hartauftragsschweißung) ausgestattet werden. Das Verfahren wird häufig bei stark beanspruchten Rohrleitungen eingesetzt, etwa in der Fördertechnik für abrasive Medien. **Fertigungstechnische Grenzen:** Der kleinste realisierbare Innendurchmesser hängt vom eingesetzten Schweißverfahren und der Zugänglichkeit ab. Typische Verfahren sind: - **Lichtbogen-Handschweißen (E-Hand)** - **WIG-/MIG-/MAG-Schweißen** - **Plasmapulver-Auftragschweißen** - **Laserauftragschweißen** - **Innenrohr-Auftragsschweißanlagen (z. B. mit rotierenden Brennern)** **Richtwerte für den kleinsten Innendurchmesser:** - Bei manuellen Verfahren liegt die Grenze meist bei ca. **100–150 mm Innendurchmesser**, da der Brenner und die Hand des Schweißers Platz benötigen. - Mit speziellen, automatisierten Innenrohr-Auftragsschweißanlagen (z. B. rotierende oder teleskopierbare Brenner) sind **Innendurchmesser ab ca. 50–60 mm** möglich. - Bei sehr kleinen Durchmessern (<50 mm) wird meist auf alternative Verfahren wie Innenbeschichtung (z. B. thermisches Spritzen) oder den Einsatz von verschleißfesten Einlagen zurückgegriffen. **Fazit:** Ja, es ist möglich, Metallrohre innen mit aufgeschweißtem Verschleißschutz zu versehen. Der kleinste fertigungstechnisch realisierbare Innendurchmesser liegt – abhängig vom Verfahren und der Anlagentechnik – typischerweise bei etwa **50–60 mm**. Bei noch kleineren Durchmessern sind andere Schutzmethoden zu prüfen.