Welches Mahlwerk haben antike Wandkaffeemühlen und sind sie heute noch alltagstauglich?

Antwort

Antike Wandkaffeemühlen, wie sie vor allem vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet waren, besitzen in der Regel ein **Kegelmahlwerk** aus Gusseisen oder Stahl. Dieses Mahlwerk besteht aus zwei konisch geformten Teilen, die das Kaffeemehl zwischen sich zerkleinern. Seltener findet man auch Scheibenmahlwerke, aber das Kegelmahlwerk ist typisch für diese Mühlenart. **Alltagstauglichkeit heute:** - **Mahlqualität:** Ein intaktes Kegelmahlwerk aus Gusseisen kann auch heute noch guten Kaffee mahlen, allerdings ist der Mahlgrad oft nicht so fein und gleichmäßig einstellbar wie bei modernen Mühlen. Für Filterkaffee oder French Press reicht die Qualität meist aus, für Espresso ist sie oft zu grob. - **Material und Zustand:** Viele antike Mühlen sind robust gebaut. Allerdings können Rost, Abnutzung oder beschädigte Zähne die Funktion beeinträchtigen. Eine gründliche Reinigung und ggf. das Nachschärfen oder Ersetzen von Teilen ist oft nötig. - **Bedienkomfort:** Das Mahlen von Hand ist aufwendiger und dauert länger als mit elektrischen Mühlen. Die Wandmontage sorgt aber für Stabilität beim Mahlen. - **Ersatzteile:** Ersatzteile sind schwer zu bekommen, was Reparaturen erschwert. **Fazit:** Antike Wandkaffeemühlen mit intaktem Kegelmahlwerk sind grundsätzlich noch alltagstauglich, besonders für Liebhaber von Handarbeit und Nostalgie. Für den täglichen Gebrauch und besonders für feine Mahlgrade sind moderne Mühlen jedoch komfortabler und präziser.

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