Warum sollten bei Nierenfunktionsstörungen keine Vitamin K Antagonisten verschrieben werden?

Antwort

Bei Nierenfunktionsstörungen sollte man vorsichtig mit der Verschreibung von Vitamin K-Antagonisten (wie Warfarin) umgehen, da diese Medikamente die Blutgerinnung beeinflussen und die Nierenfunktion weiter belasten können. Einige Gründe sind: 1. **Veränderte Pharmakokinetik**: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann die Metabolisierung und Ausscheidung von Vitamin K-Antagonisten beeinträchtigt sein, was zu einer erhöhten Plasmakonzentration und einem höheren Risiko für Blutungen führen kann. 2. **Wechselwirkungen**: Patienten mit Nierenfunktionsstörungen nehmen oft andere Medikamente ein, die mit Vitamin K-Antagonisten interagieren können, was die Kontrolle der Antikoagulation erschwert. 3. **Schwierigkeiten bei der Überwachung**: Die Überwachung der INR (International Normalized Ratio) kann bei Patienten mit Niereninsuffizienz komplizierter sein, was das Risiko von Komplikationen erhöht. 4. **Erhöhtes Blutungsrisiko**: Eine verminderte Nierenfunktion kann das Risiko für Blutungen erhöhen, insbesondere wenn die Antikoagulation nicht gut eingestellt ist. Aufgrund dieser Faktoren ist es wichtig, die Risiken und Vorteile sorgfältig abzuwägen und gegebenenfalls alternative Antikoagulanzien in Betracht zu ziehen, die weniger von der Nierenfunktion abhängen.

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