Was bedeuten Watteflecken bei Retinopathie?

Antwort

Watteflecken (auch „cotton wool spots“ genannt) sind kleine, weißliche, unscharf begrenzte Flecken auf der Netzhaut (Retina) des Auges, die bei einer Retinopathie auftreten können. Sie entstehen durch eine Minderdurchblutung (Ischämie) der Nervenfaserschicht der Netzhaut. Dadurch kommt es zu einer Schädigung der Nervenfasern und zur Ansammlung von Zelltrümmern (axoplasmatischer Stau). Watteflecken sind ein Zeichen dafür, dass die Netzhaut an diesen Stellen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Sie treten häufig bei verschiedenen Erkrankungen auf, zum Beispiel: - **Diabetische Retinopathie** - **Hypertensive Retinopathie** (durch Bluthochdruck) - **Zentralvenenverschluss der Netzhaut** - **Infektiöse oder immunologische Erkrankungen** Das Auftreten von Watteflecken ist also ein Hinweis auf eine Schädigung der Netzhaut durch Durchblutungsstörungen und sollte augenärztlich abgeklärt werden.

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