Vegetative Polyneuropathie bezeichnet eine Schädigung der Nerven des sogenannten vegetativen (autonomen) Nervensystems. Dieses System steuert unbewusst ablaufende Körperfunktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Verdauung, Schwitzen oder die Blasenfunktion. Bei einer vegetativen Polyneuropathie sind also vor allem die Nerven betroffen, die diese automatischen Prozesse regulieren. Typische Symptome können sein: - Kreislaufprobleme (z. B. Schwindel beim Aufstehen) - Störungen der Schweißproduktion - Verdauungsprobleme (z. B. Durchfall, Verstopfung) - Blasenfunktionsstörungen - Erektionsstörungen Die Ursachen sind vielfältig, häufig tritt die vegetative Polyneuropathie im Rahmen von Diabetes mellitus auf, aber auch andere Erkrankungen wie Alkoholmissbrauch, bestimmte Infektionen oder Autoimmunerkrankungen können Auslöser sein. Die Diagnose erfolgt meist durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und speziellen Tests zur Überprüfung der autonomen Funktionen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und den jeweiligen Beschwerden.