ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) und OCD (Zwangsstörung) sind zwei unterschiedliche psychische Erkrankungen, die sich in ihren Symptomen, Ursachen und Behandlungsansätzen unterscheiden. 1. **Symptome**: - **ADHS**: Hauptsymptome sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Betroffene haben oft Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Aufgaben zu organisieren und still zu sitzen. - **OCD**: Charakterisiert durch Zwangsgedanken (unerwünschte, wiederkehrende Gedanken) und Zwangshandlungen (wiederholte Verhaltensweisen oder mentale Handlungen, die zur Minderung von Angst durchgeführt werden). 2. **Ursachen**: - **ADHS**: Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass genetische Faktoren, neurobiologische Unterschiede und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. - **OCD**: Auch hier sind die genauen Ursachen unklar, jedoch wird angenommen, dass genetische Prädispositionen, neurobiologische Faktoren und bestimmte Lebensereignisse zur Entwicklung beitragen können. 3. **Behandlung**: - **ADHS**: Behandlungsansätze umfassen oft eine Kombination aus Verhaltenstherapie, psychoedukativen Maßnahmen und medikamentöser Therapie (z.B. Stimulanzien). - **OCD**: Die Behandlung besteht häufig aus kognitiver Verhaltenstherapie (insbesondere Expositionstherapie) und gegebenenfalls medikamentöser Therapie (z.B. SSRIs). 4. **Alter des Auftretens**: - **ADHS**: Symptome treten meist in der Kindheit auf und können bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. - **OCD**: Kann in der Kindheit, Jugend oder im frühen Erwachsenenalter beginnen, oft mit einem schleichenden Verlauf. 5. **Kognitive Prozesse**: - **ADHS**: Schwierigkeiten bei der Aufmerksamkeitsregulation und Impulssteuerung. - **OCD**: Betroffene haben oft übermäßige Ängste und Zweifel, die zu den Zwangshandlungen führen. Diese Unterschiede sind wichtig für die Diagnose und die Wahl der geeigneten Therapie.