Bei einer Hüftdysplasie – insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern – werden spezielle Orthesen oder Spreizhosen eingesetzt, um das Hüftgelenk in der richtigen Position zu halten und die gesunde Entwicklung des Hüftkopfes in der Pfanne zu fördern. Diese Hilfsmittel sorgen dafür, dass der Oberschenkelkopf korrekt in der Hüftpfanne positioniert bleibt, was die Ausheilung unterstützt. Zu den bekanntesten Hilfsmitteln zählen: - **Pavlik-Bandage**: Eine weiche Schiene, die die Beine in einer gespreizten und leicht angewinkelten Position hält. - **Tübinger Hüftbeugeschiene**: Eine starre Schiene, die ebenfalls die korrekte Position sichert. - **Spreizhosen**: Spezielle Hosen, die die Beine in der gewünschten Position halten. Bei Erwachsenen ist die Situation anders: Hier gibt es keine Stützhosen, die den Knochen dauerhaft „an Ort und Stelle“ halten können. Bei Erwachsenen mit Hüftdysplasie kommen meist andere Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerztherapie oder – bei schwereren Fällen – operative Eingriffe (z. B. Umstellungsosteotomie oder Hüftprothese) zum Einsatz. **Wichtig:** Die Auswahl und Anwendung solcher Hilfsmittel sollte immer durch eine*n Facharzt/Fachärztin für Orthopädie erfolgen, da eine falsche Anwendung zu Schäden führen kann. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie](https://dgou.de/) oder auf den Seiten von [Orthinform](https://orthinform.de/).