Der Sauerstoffgehalt im Blut spielt eine wichtige Rolle für viele Körperfunktionen, aber ein direkter Zusammenhang zwischen einem „guten“ (also optimalen) Sauerstoffgehalt im Blut und der Lebensdauer von Telomeren ist wissenschaftlich bisher nicht eindeutig belegt. Telomere sind die Endstücke der Chromosomen und schützen das Erbgut bei der Zellteilung. Ihre Länge gilt als Marker für zelluläres Altern: Je kürzer die Telomere, desto älter und weniger teilungsfähig ist die Zelle. Ein zu niedriger Sauerstoffgehalt (Hypoxie) kann Zellen schädigen und oxidativen Stress verursachen, was wiederum die Telomere schneller verkürzen kann. Umgekehrt kann aber auch ein zu hoher Sauerstoffgehalt (Hyperoxie) oxidativen Stress fördern, was ebenfalls die Telomere schädigen kann. Es kommt also auf ein gesundes Gleichgewicht an. Faktoren, die nach aktuellem Stand der Forschung die Telomerlänge positiv beeinflussen können, sind: - Gesunde Ernährung - Regelmäßige Bewegung - Stressreduktion - Vermeidung von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum Ein optimaler Sauerstoffgehalt im Blut ist wichtig für die allgemeine Gesundheit, aber es gibt keine klaren Belege dafür, dass er direkt die Lebensdauer der Telomere verlängert. Vielmehr ist ein gesunder Lebensstil insgesamt entscheidend für die Telomergesundheit.