In welche Richtung verschiebt man den optischen Mittelpunkt bei Brillengläsern mit Minus- und Pluswirkung?

Antwort

Bei Brillengläsern ist die korrekte Positionierung des optischen Mittelpunkts (auch optische Achse oder Pupillendistanz) entscheidend für gutes Sehen und Tragekomfort. Die Richtung der Verschiebung hängt davon ab, ob es sich um Minus- (konkave) oder Plusgläser (konvexe) handelt und welches Ziel verfolgt wird (z. B. prismatische Wirkung, Zentrierfehler ausgleichen). **Allgemeine Regel:** - **Minusgläser (kurzsichtig):** Der optische Mittelpunkt muss zur Glasmitte hin verschoben werden, wenn die Pupillendistanz kleiner als die Fassungsmitte ist (also nach innen, zur Nase hin). - **Plusgläser (weitsichtig):** Der optische Mittelpunkt muss zur Glasaußenseite hin verschoben werden, wenn die Pupillendistanz größer als die Fassungsmitte ist (also nach außen, zum Ohr hin). **Hintergrund:** Wird der optische Mittelpunkt nicht korrekt vor der Pupille positioniert, entsteht eine ungewollte prismatische Nebenwirkung. Die Richtung der Verschiebung orientiert sich daran, wie die Pupillendistanz (PD) im Verhältnis zur Fassungsmitte steht. **Merksatz:** - Bei Minusgläsern: Mittelpunkt nach innen (zur Nase) - Bei Plusgläsern: Mittelpunkt nach außen (zum Ohr) **Weitere Informationen:** - [Mehr zur Brillenglaszentrierung bei Fielmann](https://www.fielmann.de/brillen/brillenglasberatung/brillenglaszentrierung/) - [Optikerwissen zur Zentrierung](https://www.augenoptiker.org/zentrierung-von-brillenglaesern/) Die genaue Zentrierung sollte immer von einem Fachoptiker durchgeführt werden, um optimale Sehergebnisse zu erzielen.

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