Kann eine Reizung der Nasenschleimhaut, insbesondere der Riechschleimhaut, durch eine Zahnwurzelentzündung aufrechterhalten werden?

Antwort

Ja, eine Zahnwurzelentzündung (apikale Parodontitis) kann in seltenen Fällen zu einer Reizung oder sogar Entzündung der Nasenschleimhaut, einschließlich der Riechschleimhaut, führen. Dies ist vor allem dann möglich, wenn die Wurzelspitze eines oberen Backenzahns (meist Prämolaren oder Molaren) sehr nahe an der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) liegt. Eine Entzündung kann sich dann auf die Kieferhöhle ausbreiten (odontogene Sinusitis) und so die Schleimhäute reizen. Die Riechschleimhaut (Regio olfactoria) befindet sich im oberen Bereich der Nasenhöhle. Eine direkte Ausbreitung einer Zahnwurzelentzündung bis dorthin ist selten, aber eine anhaltende Entzündung oder Reizung der Nasenschleimhaut durch eine chronische Sinusitis kann auch die Riechschleimhaut beeinträchtigen und zu Riechstörungen führen. Zusammengefasst: Eine Zahnwurzelentzündung kann indirekt über eine Entzündung der Kieferhöhle und Nasenschleimhaut auch die Riechschleimhaut reizen oder deren Funktion beeinträchtigen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Zahnarzt und ggf. ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

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