In einer Langzeitpflegeeinrichtung läuft die Medikamentenbestellung in der Regel nach einem strukturierten Prozess ab, um sicherzustellen, dass die Bewohner kontinuierlich und sicher mit ihren benötigten Medikamenten versorgt werden. Hier sind die typischen Schritte: 1. **Bedarfsermittlung**: Pflegekräfte oder medizinisches Personal überprüfen regelmäßig den Medikamentenbestand und den Bedarf der Bewohner. Dies geschieht oft durch tägliche oder wöchentliche Bestandskontrollen. 2. **Ärztliche Verordnung**: Wenn neue Medikamente benötigt werden oder bestehende Verordnungen erneuert werden müssen, stellt der behandelnde Arzt eine entsprechende Verordnung aus. 3. **Bestellung**: Die Pflegeeinrichtung sendet die ärztlichen Verordnungen an eine Apotheke. Dies kann telefonisch, per Fax oder über ein elektronisches Bestellsystem erfolgen. 4. **Lieferung**: Die Apotheke stellt die bestellten Medikamente zusammen und liefert sie an die Pflegeeinrichtung. Die Lieferung erfolgt meist durch einen Apothekenkurier oder einen externen Lieferdienst. 5. **Kontrolle und Lagerung**: Nach Erhalt der Lieferung überprüfen die Pflegekräfte die Medikamente auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Anschließend werden die Medikamente gemäß den Lagerungsvorschriften sicher aufbewahrt. 6. **Verabreichung**: Die Pflegekräfte verabreichen die Medikamente gemäß den ärztlichen Anweisungen und dokumentieren die Verabreichung in den Pflegedokumentationen. 7. **Dokumentation und Kommunikation**: Alle Schritte, von der Bestellung bis zur Verabreichung, werden sorgfältig dokumentiert. Bei Unklarheiten oder Problemen wird Rücksprache mit dem Arzt oder der Apotheke gehalten. Dieser Prozess stellt sicher, dass die Bewohner der Langzeitpflegeeinrichtung ihre Medikamente pünktlich und korrekt erhalten.