Warum gibt es kein Mäusegift mehr im Handel?

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Der Verkauf von Mäusegift (Rodentiziden) an Privatpersonen ist in Deutschland und vielen anderen Ländern stark eingeschränkt oder teilweise verboten worden. Die wichtigsten Gründe dafür sind: 1. **Umweltschutz:** Viele Mäusegifte enthalten Wirkstoffe (z. B. Antikoagulanzien), die nicht nur Mäuse, sondern auch andere Tiere gefährden können. Greifvögel, Haustiere oder Wildtiere können durch den Verzehr vergifteter Mäuse ebenfalls Schaden nehmen (Sekundärvergiftung). 2. **Gesundheitsschutz:** Unsachgemäße Anwendung kann für Menschen, insbesondere Kinder, und Haustiere gefährlich sein. 3. **Gesetzliche Regelungen:** Seit 2013 dürfen viele Rodentizide mit bestimmten Wirkstoffen (z. B. Bromadiolon, Difenacoum) nur noch von geschulten Fachleuten verwendet werden. Privatpersonen dürfen diese Produkte nicht mehr frei kaufen oder anwenden. 4. **Resistenzbildung:** Durch unsachgemäßen Einsatz können Mäuse Resistenzen gegen die Wirkstoffe entwickeln, was die Bekämpfung erschwert. Alternativen für Privatpersonen sind mechanische Fallen oder der Einsatz von professionellen Schädlingsbekämpfern. Weitere Informationen findest du z. B. beim [Umweltbundesamt](https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/biozide/rodentizide-maeuse-ratten-gift). Zusammengefasst: Mäusegift ist aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie gesetzlicher Vorgaben für Privatpersonen kaum noch erhältlich.

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