Ja – wenn eine medizinisch sinnvolle Krebstherapie allein aus Versicherungsgründen nicht erfolgt, ist das kein „bedauerlicher Einzelfall“, sondern ein strukturelles Versagen des...
Wie kann eine Lungenembolie in den USA als 'medizinisch nicht relevant' gelten?
Antwort vomDie Aussage, dass eine Lungenembolie „medizinisch nicht relevant“ sei, entspricht nicht dem medizinischen Standard in den USA oder anderswo. Eine Lungenembolie ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, bei der ein Blutgerinnsel eine Lungenarterie verstopft. Sie wird in den USA wie auch international als medizinischer Notfall betrachtet und entsprechend behandelt. Falls in einer Arte-Dokumentation eine solche Aussage gefallen ist, könnte sie aus dem Zusammenhang gerissen oder missverständlich wiedergegeben worden sein. Möglicherweise wurde damit gemeint, dass eine sehr kleine, symptomlose Lungenembolie in einem bestimmten Einzelfall als „klinisch nicht relevant“ eingestuft wurde – das heißt, sie hatte keine akuten Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Patienten. Das ist jedoch eine individuelle medizinische Einschätzung und keine generelle Haltung im US-amerikanischen Gesundheitssystem. In den USA gelten für die Diagnose und Behandlung von Lungenembolien strenge medizinische Leitlinien, beispielsweise von der American Heart Association ([AHA](https://www.heart.org/)) oder der American College of Chest Physicians ([CHEST](https://www.chestnet.org/)). Diese betonen die Dringlichkeit und Schwere der Erkrankung. Zusammengefasst: In den USA wird eine Lungenembolie als ernsthafte, medizinisch relevante Erkrankung betrachtet. Die Aussage in der Doku ist entweder missverständlich oder bezieht sich auf einen sehr speziellen Kontext.
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