Wie kann UnitedHealthCare die Behandlung einer Lungenembolie als medizinisch nicht notwendig ablehnen?

Antwort

Eine Lungenembolie ist grundsätzlich ein medizinischer Notfall, der in der Regel eine sofortige Behandlung erfordert. Dennoch kommt es in den USA immer wieder vor, dass Krankenversicherungen wie UnitedHealthCare bestimmte Behandlungen oder Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit einer Lungenembolie als "medizinisch nicht notwendig" ablehnen. Dies kann verschiedene Gründe haben: 1. **Formale Ablehnungen**: Versicherungen prüfen, ob die eingereichten Unterlagen vollständig und korrekt sind. Fehlen bestimmte Diagnosen, Laborwerte oder Begründungen, kann die Leistung abgelehnt werden. 2. **Richtlinien und Protokolle**: Versicherer haben eigene medizinische Richtlinien, die festlegen, wann eine Behandlung als notwendig gilt. Wenn die Behandlung nicht exakt diesen Vorgaben entspricht (z.B. Dauer des Krankenhausaufenthalts, Art der Medikation), kann sie abgelehnt werden. 3. **Retrospektive Prüfung**: Nach der Behandlung wird geprüft, ob sie im Nachhinein als notwendig angesehen wird. Wenn z.B. die Symptome als "mild" eingestuft werden oder alternative, günstigere Behandlungen möglich gewesen wären, kann die Kostenübernahme verweigert werden. 4. **Fehlinterpretation oder Fehlklassifizierung**: Manchmal werden Diagnosen falsch eingestuft oder die Schwere der Erkrankung wird unterschätzt. 5. **Kostenkontrolle**: Versicherungen stehen unter Kostendruck und versuchen, Ausgaben zu minimieren. Das führt dazu, dass auch bei schwerwiegenden Diagnosen wie einer Lungenembolie Leistungen abgelehnt werden, wenn sie nicht als "absolut notwendig" nach den internen Kriterien gelten. **Beispiel aus der Doku "Rache an einem kranken Amerika" (Phönix):** In der genannten Dokumentation wird gezeigt, wie Versicherungen in den USA – darunter auch UnitedHealthCare – medizinische Leistungen ablehnen, selbst bei lebensbedrohlichen Diagnosen wie einer Lungenembolie. Die Ablehnung erfolgt oft mit der Begründung, dass die Behandlung "medizinisch nicht notwendig" gewesen sei, obwohl aus ärztlicher Sicht ein Notfall vorlag. Die Doku kritisiert diese Praxis als Teil eines Systems, das Profite über Patientenwohl stellt. **Quellen und weitere Informationen:** - [UnitedHealthCare](https://www.uhc.com/) - [Phönix Doku "Rache an einem kranken Amerika"](https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/rache-an-einem-kranken-amerika-a-3178472.html) - [Bericht der New York Times zu Versicherungsablehnungen](https://www.nytimes.com/2023/03/25/health/insurance-denials-unitedhealth.html) **Fazit:** Ablehnungen trotz schwerer Diagnosen wie einer Lungenembolie sind in den USA möglich, wenn Versicherungen formale oder interne Kriterien als nicht erfüllt ansehen. Das ist ein häufig kritisiertes Problem des US-Gesundheitssystems.

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