Lipidperoxidation ist ein Prozess, bei dem freie Radikale Lipide in Zellmembranen angreifen und oxidieren. Dieser Prozess kann Zellschäden verursachen und ist mit verschiedenen Krankheiten verbunden. Die wichtigsten Einflussfaktoren für die Lipidperoxidation sind: 1. **Freie Radikale**: Reaktive Sauerstoffspezies (ROS) wie Superoxid-Anionen, Hydroxyl-Radikale und Wasserstoffperoxid sind Hauptverursacher der Lipidperoxidation. 2. **Antioxidantien**: Substanzen wie Vitamin E, Vitamin C, Glutathion und Enzyme wie Superoxiddismutase (SOD) und Katalase können die Lipidperoxidation hemmen, indem sie freie Radikale neutralisieren. 3. **Metallionen**: Übergangsmetalle wie Eisen und Kupfer können die Bildung freier Radikale katalysieren und somit die Lipidperoxidation fördern. 4. **Lipidzusammensetzung**: Lipide mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFAs) sind anfälliger für Peroxidation als gesättigte Fettsäuren. 5. **Umweltfaktoren**: Exposition gegenüber UV-Strahlung, Umweltgiften und Schadstoffen kann die Produktion freier Radikale erhöhen und somit die Lipidperoxidation fördern. 6. **Ernährung**: Eine Ernährung reich an Antioxidantien kann die Lipidperoxidation reduzieren, während eine Ernährung reich an PUFAs und arm an Antioxidantien das Risiko erhöhen kann. 7. **Alter**: Mit zunehmendem Alter nimmt die Effizienz der körpereigenen antioxidativen Abwehrmechanismen ab, was zu einer erhöhten Lipidperoxidation führen kann. 8. **Krankheiten**: Bestimmte Krankheiten wie Diabetes, Atherosklerose und neurodegenerative Erkrankungen sind mit einer erhöhten Lipidperoxidation verbunden. Diese Faktoren können einzeln oder in Kombination die Rate und das Ausmaß der Lipidperoxidation beeinflussen.