Das krankhafte Sammeln von Dingen wird als „Messie-Syndrom“ oder in der Fachsprache als „Hoarding-Störung“ bezeichnet. Menschen mit dieser Störung haben große Schwierigkeiten, sich von Gegenständen zu trennen, selbst wenn diese keinen erkennbaren Wert mehr haben. Das führt oft dazu, dass Wohnräume überfüllt und unbenutzbar werden. Typische Merkmale sind: - Starkes Bedürfnis, Dinge aufzubewahren - Große Angst oder Unbehagen beim Gedanken ans Wegwerfen - Übermäßiges Ansammeln von Gegenständen, oft ohne erkennbaren Nutzen - Beeinträchtigung des Alltags, z.B. durch unbenutzbare Räume oder soziale Isolation Die Ursachen sind vielfältig und können psychische, emotionale oder auch soziale Hintergründe haben. Häufig tritt die Störung zusammen mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen auf. Wenn das Sammeln das Leben stark beeinträchtigt, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel bei einem Psychotherapeuten oder einer Beratungsstelle.