Kann Infrarotlicht über 1100 Nanometer für das Auge schädlich sein?

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Ja, infrarotes Licht mit Wellenlängen über 1100 Nanometer kann für das Auge schädlich sein. Obwohl dieses Licht für das menschliche Auge unsichtbar ist, kann es dennoch Gewebeschäden verursachen, insbesondere bei hoher Intensität oder längerer Exposition. Die Hauptgefahr besteht darin, dass Infrarotstrahlung (insbesondere im Bereich von 780 nm bis etwa 1400 nm, auch als "Augen-Infrarot" bezeichnet) tief in das Auge eindringen und die Netzhaut erreichen kann. Dort kann sie durch Absorption zu einer Überhitzung und damit zu thermischen Schäden führen. Da das Licht unsichtbar ist, gibt es keinen natürlichen Schutzreflex wie das Zusammenkneifen der Augen oder das Abwenden des Blicks. Ab etwa 1400 nm wird die Strahlung vor allem von der Hornhaut und der Linse absorbiert, was zu Schäden an diesen Strukturen führen kann (z.B. Hornhautverbrennungen oder Kataraktbildung). Fazit: Auch wenn infrarotes Licht über 1100 nm nicht sichtbar ist, kann es – abhängig von Intensität und Expositionsdauer – das Auge schädigen. Schutzmaßnahmen (z.B. spezielle Schutzbrillen) sind bei Arbeiten mit starken Infrarotquellen unbedingt zu empfehlen.

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