Das Gehirn selbst besitzt tatsächlich keine Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren). Das bedeutet, das Gehirngewebe kann keinen Schmerz empfinden. Deshalb ist es zum Beispiel möglich, dass neurochi... [mehr]
Ja, der Hippocampus kann sich tatsächlich in gewissem Maße an Beanspruchung anpassen – das nennt man neuronale Plastizität. Studien zeigen, dass regelmäßige geistige Aktivität, Lernen und auch körperliche Bewegung das Wachstum neuerenzellen (Neurogenese) im Hippocampus fördern und das Volumen des Hippocampus erhalten oder sogar vergrößern können. Ein bekanntes Beispiel sind Londoner Taxifahrer, bei denen ein größeres Volumen des hinteren Hippocampus festgestellt wurde, vermutlich durch das intensive Navigieren und Merken von Stadtplänen. Umgekehrt kann der Hippocampus bei chronischem Stress, Depression, bestimmten Erkrankungen (wie Alzheimer) oder auch bei anhaltender Unterforderung schrumpfen. Auch Bewegungsmangel und fehlende geistige Anregung können sich negativ auf das Hippocampus-Volumen auswirken. Das bedeutet: Der Hippocampus ist ein sehr anpassungsfähiger Teil des Gehirns, der auf Beanspruchung und Nichtbeanspruchung tatsächlich mit organischen Veränderungen reagieren kann.
Das Gehirn selbst besitzt tatsächlich keine Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren). Das bedeutet, das Gehirngewebe kann keinen Schmerz empfinden. Deshalb ist es zum Beispiel möglich, dass neurochi... [mehr]