Ja, es gibt Berichte und Erfahrungsberichte von Patientinnen und Patienten, die von Gaslighting in psychosomatischen Kliniken berichten. Gaslighting bezeichnet eine Form psychologischer Manipulation, bei der Betroffene gezielt verunsichert werden, sodass sie an ihrer eigenen Wahrnehmung, ihrem Gedächtnis oder ihrem Verstand zweifeln. In psychosomatischen Kliniken kann dies beispielsweise so aussehen, dass Beschwerden oder Symptome von Patientinnen und Patienten wiederholt als „eingebildet“ oder „übertrieben“ dargestellt werden, obwohl die Betroffenen diese als real erleben. Auch das Infragestellen von Gefühlen, Erlebnissen oder der eigenen Sichtweise durch das Klinikpersonal wird in manchen Erfahrungsberichten als Gaslighting beschrieben. Wissenschaftliche Studien zu diesem spezifischen Thema sind rar, aber in Foren, Selbsthilfegruppen und auf Bewertungsportalen wie [Klinikbewertungen.de](https://www.klinikbewertungen.de/) oder [Sanego](https://www.sanego.de/) finden sich immer wieder entsprechende Schilderungen. Auch in Fachartikeln zur Patientensicherheit und zum Umgang mit Patientinnen und Patienten wird auf die Problematik eingegangen, dass die subjektive Wahrnehmung von Betroffenen manchmal nicht ausreichend ernst genommen wird. Es ist wichtig zu betonen, dass solche Erfahrungen nicht in allen psychosomatischen Kliniken gemacht werden und viele Einrichtungen sehr professionell und empathisch arbeiten. Dennoch zeigen die Berichte, dass das Thema ernst genommen werden sollte, um die therapeutische Beziehung und den Behandlungserfolg nicht zu gefährden.