Ist es unfair, wenn Freunde sich durch Gespräche über meine jahrelangen Depressionen überfordert fühlen?

Antwort

Es ist verständlich, dass du dich verletzt fühlst, wenn deine Freunde so reagieren. Depressionen sind eine schwere Belastung, und es ist wichtig, darüber zu sprechen. Gleichzeitig kann es für Freunde, die keine professionelle Ausbildung haben, auf Dauer sehr herausfordernd sein, immer wieder mit den gleichen belastenden Themen konfrontiert zu werden. Das bedeutet nicht, dass sie dich nicht mögen oder dir nicht helfen wollen – oft fühlen sich Menschen einfach überfordert oder hilflos. Es ist nicht „übel“ im Sinne von böse gemeint, sondern eher ein Zeichen dafür, dass deine Freunde an ihre eigenen Grenzen stoßen. Das ist menschlich. Vielleicht wäre es hilfreich, zusätzlich professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel durch eine*n Psychotherapeut*in oder eine Beratungsstelle. So kannst du weiterhin offen über deine Gefühle sprechen, ohne dass deine Freundschaften darunter leiden. Freundschaften sind wichtig, aber sie können professionelle Hilfe nicht ersetzen. Es ist gut, dass du offen bist – und es ist auch okay, wenn deine Freunde ehrlich zu dir sind. Das kann eine Chance sein, neue Wege im Umgang mit deiner Depression zu finden.

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